Primarschule Beromünster: Wenn Zeichnungen und Knetfiguren lebendig werden

05.11.2026

Die 5./6. Klasse aus Beromünster tauchte letzte Woche in die faszinierende Welt des Trickfilms ein. Während eines besonderen Projekttages konnten die Schülerinnen und Schüler unter fachkundiger Anleitung selbst zu Filmemacherinnen und Filmemachern werden.

Wie entsteht eigentlich ein Trickfilm? Und wie schafft man es, dass Zeichnungen oder kleine Figuren plötzlich zum Leben erwachen? Diesen Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler der 5./6. Klasse aus Beromünster auf spannende und kreative Weise nach.
Zu Beginn erhielten die Kinder einen Einblick in die Welt des Trickfilms und schauten sich verschiedene professionelle Filmbeispiele an. Anschliessend lernten sie unterschiedliche Animationstechniken kennen und erfuhren, wie aus vielen einzelnen Bildern eine bewegte Geschichte entsteht.
Das Wichtigste aber war aber, dass die Kinder intensiv experimentieren und produzieren konnten. Am Anfang zeichneten die Kinder zahlreiche Einzelbilder, fotografierten diese und liessen sie anschliessend als Film ablaufen oder bastelten ein Daumenkino
. Eine weitere Möglichkeit bot die Animation mit Figuren, die Schritt für Schritt bewegt und fotografiert wurden. Besonders beliebt war auch die Arbeit mit «Kneti». Dabei konnten die Kinder ihre Knetfiguren mit kleinen Veränderungen immer wieder neu in Szene setzen. Bild für Bild entstand so eine eigene Filmsequenz.

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Ausprobieren, verändern, verwerfen und neu beginnen
Im Mittelpunkt des Projekttages stand nicht in erster Linie das perfekte Endprodukt, sondern das Entdecken und Ausprobieren. Wie wirkt eine Bewegung? Was passiert, wenn eine Figur nur ganz wenig verändert wird? Wie viele Bilder braucht es, damit eine Bewegung flüssig aussieht? Die Kinder konnten experimentieren, testen, Ideen weiterentwickeln, verwerfen und neue Lösungswege finden. Jede Gruppe produzierte dabei gleich mehrere eigene Trickfilme.
Neben der kreativen Arbeit war das Projekt auch aus schulischer Sicht besonders vielseitig. Es vereinte zahlreiche Unterrichtsfächer und Lernbereiche miteinander. Im Fach Deutsch waren Fantasie, Geschichten entwickeln und das Formulieren von Ideen gefragt. Das Gestalten von Figuren, Hintergründen und Kulissen sprach die Bereiche Bildnerisches und technisches Gestalten an. Mathematik spielte beispielsweise beim Verständnis von Bildfolgen, Zeitabläufen und Bewegungen eine Rolle. Auch Medien und Informatik waren wichtige Bestandteile: Die Kinder lernten den Umgang mit digitalen Geräten, das Fotografieren einzelner Bilder und die Grundlagen der Animation kennen. Dazu kamen überfachliche Kompetenzen wie selbstständiges Arbeiten, Problemlösen, Kreativität und Ausdauer.

Gemeinsam entstehen die besten Ideen
Ein wichtiger Bestandteil des Projektes war die Arbeit in Gruppen. Die Schülerinnen und Schüler mussten sich austauschen, gemeinsam Ideen sammeln, Vorschläge diskutieren und verschiedene Möglichkeiten ausprobieren. Nicht immer führte der erste Versuch zum gewünschten Ergebnis. Dann waren neue Ideen, Geduld und gegenseitige Unterstützung gefragt.
Dabei wurde deutlich: Einen Film gemeinsam zu entwickeln, bedeutet auch, Kompromisse einzugehen, Aufgaben zu verteilen, einander zuzuhören und gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Die Kinder trainierten so wichtige Teamfähigkeiten, die nicht nur im Schulalltag, sondern auch im späteren Berufs- und Privatleben immer wieder gefragt sein werden.
Am Ende des Tages waren zahlreiche kleine Filmproduktionen entstanden. Doch mindestens genauso wertvoll wie die fertigen Filme waren die Erfahrungen, die dahintersteckten: gemeinsam kreativ sein, technische Möglichkeiten entdecken, Herausforderungen meistern und aus eigenen Ideen etwas entstehen lassen.
Ein Projekttag voller Fantasie, Bewegung und Teamarbeit, der gezeigt hat, dass es manchmal nur eine Zeichnung, eine Knetfigur und ganz viele einzelne Bilder braucht, um eine Geschichte lebendig werden zu lassen.

Schule Beromünster, Guido Paffrath

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